Warum selbst gemacht besser ist
Selbst gemachter Glühwein hat mit dem oft zu süßen Fertigglühwein wenig zu tun: Du bestimmst Wein, Gewürze und Süße selbst und bekommst ein viel feineres Getränk. Das Grundprinzip ist einfach, doch ein paar Dinge entscheiden über das Ergebnis, allen voran die Temperatur. Ein klassisches Rezept findest du in unserem klassischen Glühwein.
Der richtige Wein
Für Glühwein eignet sich ein trockener bis halbtrockener, fruchtiger Rotwein ohne viel Tannin, etwa ein Spätburgunder oder Dornfelder. Er muss kein teurer Wein sein, sollte aber trinkbar sein, denn die Gewürze überdecken keinen schlechten Wein. Da die Süße über Zucker oder Honig kommt, ist ein trockener Wein die beste Basis.
Die Gewürze
- Zimtstangen für die typische winterliche Wärme.
- Nelken für Tiefe, sparsam dosiert.
- Sternanis für eine feine Anisnote.
- Orangen- und Zitronenscheiben für Frische und Säure.
- Optional Kardamom oder etwas Ingwer für eine besondere Note.
Die richtige Temperatur
Der häufigste Fehler beim Glühwein ist, ihn zu kochen. Über etwa 78 Grad verdampft der Alkohol und die Gewürzaromen werden bitter. Den Glühwein deshalb nur langsam erwärmen, bis er dampft, und dann bei kleiner Hitze ziehen lassen. So bleibt er aromatisch und ausgewogen. Auch alkoholfrei gelingt er mit rotem Traubensaft statt Wein.