Olivenöl unter Druck: EU-Kontrollen gefährden Vertrauen der Käufer
Die aktuelle Lage bei EU-Kontrollen wirft Fragen zur Qualität und Sicherheit deines Olivenöls auf.
Der Europäische Rechnungshof hat in einem neuen Bericht ernsthafte Probleme bei den Kontrollen von Olivenöl in der EU aufgedeckt. Es gibt strenge Regeln für die Vermarktung und Sicherheit von Olivenöl, aber in der Praxis sind die Kontrollen oft unzureichend. Die Kontrollen für Olivenöl aus der EU funktionieren zwar meistens gut, doch bei importierten Ölen aus Nicht-EU-Ländern sieht es ganz anders aus. Hier finden nur gelegentlich Kontrollen statt, sodass die Qualität der Produkte fraglich ist.
Ein großes Problem sind die Mischöle, die oft aus verschiedenen Ernten oder Ländern stammen. Viele billigere Olivenöle sind solche Mischungen. Oftmals ist es unklar, ob sie tatsächlich die versprochenen Qualitätsmerkmale wie „extra nativ“ erfüllen. Die Prüfer fanden heraus, dass die Kontrollen in diesem Bereich häufig ungeheuer lückenhaft sind.
Außerdem gibt es Schwierigkeiten bei der Rückverfolgbarkeit der Öle. Viele rechtliche Anforderungen sind nicht eindeutig, was zu Verwirrung führt und unterschiedliche Verfahren in verschiedenen Ländern zur Folge hat. Die EU-Kommission hat nur einen begrenzten Überblick über die nationalen Kontrollsysteme. Es reicht nicht aus, nur einmal im Jahr Berichte von den Ländern zu erhalten.
Die Länder, die die meisten Olivenöle produzieren, sind Spanien, Italien und Griechenland. Diese drei Länder machen mehr als 90 Prozent der europäischen Produktion aus. In einigen dieser Länder gibt es bereits digitale Systeme, um Betrug zu vermeiden. Es gibt eine wachsende Sorge, dass Lücken in den Kontrollen den guten Ruf des europäischen Olivenöls gefährden könnten. Verbraucher müssen sicher sein können, dass das Olivenöl, das sie kaufen, von hoher Qualität ist.



