Warum man beim Essen oft nicht mehr aufhören kann

Essen kann zur emotionalen Achterbahnfahrt werden, bei der Genuss und Frustration oft Hand in Hand gehen.

Essen kann für viele Menschen eine große Herausforderung sein. Oft wird das Essen als Trost genutzt oder zur Bewältigung von Problemen. Dabei kann es sich wie eine Art Freund anfühlen, der aber auch zum Feind wird, wenn man die Kontrolle verliert. In vielen Fällen können übermäßige Essensgelüsten zu ernsthaften Problemen führen, wie von Torsten Prix gezeigt, der an einer Binge-Eating-Störung leidet. Er wiegt über 250 Kilo und beschreibt sein Verhältnis zum Essen als eine konfliktreiche Beziehung.

Das Essverhalten wird stark von der Psyche beeinflusst. Die Neurologin Dr. Sharmili Edwin Thanarajah erklärt, dass schon kleine Mengen von fettigem oder zuckerhaltigem Essen das Belohnungssystem im Gehirn aktivieren können. So entsteht ein Teufelskreis, in dem das Verlangen nach bestimmten Lebensmitteln immer stärker wird. Auch die Lebensmittelindustrie trägt in diesem Zusammenhang eine Verantwortung. Sie setzt gezielt auf spezielle Konsistenzen, Klänge und Zusatzstoffe, um den Appetit anzuregen und unbewusste Essgewohnheiten zu fördern.

Gerade das Thema ist immer noch sehr emotional und wird oft von Scham begleitet. Menschen mit Essanfällen oder Diätproblemen fühlen sich häufig missverstanden oder stigmatisiert. Der Ernährungspsychologe Dr. Adrian Meule warnt davor, diese Personen als "esssüchtig" zu brandmarken, denn das greift zu kurz. Es gibt viele Faktoren, die das Essverhalten beeinflussen, und eine einfache Kategorisierung wird der Komplexität der Thematik nicht gerecht. Die kommende Dokumentation bietet spannende Einblicke in diesen wichtigen Bereich.



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