Veltins bleibt stark: Bierabsatz steigt trotz Marktrückgang
Kreative Strategien und starke Marken: Wie Veltins es schafft, in einem schrumpfenden Markt zu wachsen.
Die Privatbrauerei Veltins aus dem Sauerland hat es geschafft, ihren Bierabsatz in schwierigen Zeiten zu steigern. Während der gesamte deutsche Biermarkt 2025 einen Rückgang von fünf Millionen Hektolitern erlebte, konnte Veltins ihren Absatz um 0,3 Prozent auf 3,37 Millionen Hektoliter erhöhen. Der Umsatz stieg um 0,4 Prozent auf 461 Millionen Euro. Ein starkes Marketing und gute Produkte trugen zu diesem Erfolg bei. Besonders bemerkenswert war die Hellbiermarke Pülleken, die um 13,6 Prozent auf rund 374.000 Hektoliter wuchs und im Hellbiersegment bundesweit den dritten Platz einnimmt. In Nordrhein-Westfalen ist Pülleken sogar Marktführer im Handel. Alkoholfreie Getränke waren ebenfalls ein wichtiger Teil des Wachstums und zeigten mit einem Plus von 10,4 Prozent auf 241.300 Hektoliter eine starke Nachfrage.
Die Kernmarke Veltins Pilsener erwies sich jedoch als weniger gefragt, mit einem Rückgang von 1,8 Prozent, bleibt aber weiterhin stark im Markt. Im Fassbiergeschäft konnte die Brauerei eine stabile Menge von 443.900 Hektolitern halten. Wo Veltins hinterherhinkte, waren die Spezialitäten. Marken wie Grevensteiner und V+ verzeichneten Rückgänge. Die internationale Präsenz von Veltins verlief stabil, mit 113.000 Hektolitern in Märkten wie Italien und den USA. Das Unternehmen plant bereits neue Produkte für 2026, darunter eine alkoholfreie Variante von Pülleken und eine neue Geschmacksrichtung für V+. Trotz der Herausforderungen bleibt Veltins auf Kurs und freut sich auf die Zukunft.



