Woher kommt das Wort Gratin?
Der Begriff Gratin stammt aus dem Französischen und leitet sich vom Verb gratiner ab, was so viel wie überbacken oder mit einer Kruste versehen bedeutet. Ursprünglich bezeichnete das verwandte Wort sogar das, was beim Überbacken am Rand der Form anhaftete und abgekratzt wurde. Aus diesem unscheinbaren Detail wurde der Name für eine ganze Zubereitungsart, deren Markenzeichen genau diese goldbraune Kruste ist.
Die Kruste macht das Gratin
Ein Gratin ist also kein bestimmtes Gericht, sondern eine Methode: Zutaten werden im Ofen überbacken, bis sich oben eine knusprige Kruste bildet. Diese entsteht durch Käse, Semmelbrösel, Butterflöckchen oder einfach durch den eingedickten Rahm an der Oberfläche. Der berühmteste Vertreter ist das Kartoffelgratin, doch auch Gemüse, Nudeln oder sogar Süßes lassen sich gratinieren.
Gratin oder Auflauf – wo liegt der Unterschied?
Die Begriffe werden oft synonym verwendet, doch es gibt eine feine Unterscheidung. Ein Auflauf ist meist höher geschichtet und durch und durch gegart, oft mit einer bindenden Eier- oder Béchamel-Masse. Ein Gratin ist tendenziell flacher und betont vor allem die überbackene Oberfläche; entscheidend ist die Kruste, nicht die Höhe. In der Praxis ist der Übergang fließend, und viele Gerichte könnte man beiden Kategorien zuordnen.
Worauf es beim Gratinieren ankommt
Damit ein Gratin gelingt, braucht es die richtige Hitze von oben. Oberhitze oder die Grillfunktion am Ende der Backzeit sorgen für die typische Bräunung. Wichtig ist außerdem, dass die Zutaten nicht zu viel Flüssigkeit abgeben, damit die Kruste knusprig bleibt. Wer ein Gratin für Gäste vorbereiten möchte, findet die passenden Tipps in unserem Ratgeber zum Vorbereiten von Aufläufen.